Opferfest (Kurban Bayramı)

Opferfest (kurban bayramı): 3 Wochen vor dem Monat Muharrem fängt das Operfest an.

Es hat für die Aleviten wie für alle islamischen Konfessionen  eine wichtige Bedeutung. Aus sozialer Sicht wird als Dank z.B. ein Lamm geschlachtet und das Fleisch unter den Armen und Bedürftigen verteilt.

Das Opferfest geht auf den Propheten Abraham (Ibrahim) zurück. Ihm wurde von Gott auferlegt, ihm seinen Sohn Ismail zu opfern. Dies war jedoch eine Prüfung für Abraham. Bevor er tatsächlich Ismail opfern wollte, wurde ihm mitgeteilt, dass ihm ein Nutztier zukommen wird, um es zu opfern. Abraham hat diese Prüfung bestanden.

Aus theologischer Sicht ist der Kurban-Ritus, sprich das Schächten von Nutztieren und deren Blutvergießen kein Akt der Annäherung an Gott selbst, denn nur die Ehrfurcht (Takva) in den Herzen der Gläubigen führt sie näher zu Gott. Der Mensch erkennt, dass alles im Universum und im Leben geschaffene den Menschen „dient“, so wie z.B. der Verzehr des Fleisches von Nutztieren.

Der Mensch jedoch wurde erschaffen, um Gott (oder wie im Alevitentum „den Geliebten“) zu erkennen und Ihm zu dienen.

Der Mensch soll mit der Opferung eines Nutztieres Gott gedenken, Ihm dafür danken, dass Er den Menschen dieses Glück gab, durch Gottesgaben am Leben bleiben zu können. Darüber hinaus möge derjenige, der ein Tier in Gottgedenken opfert, der Barmherzigkeit und der Liebe Gottes bewusst werden und diese Barmherzigkeit anderen Menschen weitergeben, indem man das Fleisch zuerst Armen und Bedürftigen spendet.

 

(Quelle: Cem Kara,Timuray Boyraz, Özgür Baydar)