Chronologie

Chronologie zur Geschichte der Aleviten

Zusammenstellung von Seydi Koparan und Deniz Kiral

 

Bei dieser Chronologie handelt es sich um eine innerislamische Histografie. Da über das Alevitentum und über die Aleviten keine hinreichenden schriftlichen Überlieferungen und histografische Darstellungen existieren, wurde hier eine Verortung in der islamischen Welt vorgenommen. Es ist den Verfassern dieser Aufstellung bewusst, dass dieser Versuch nicht unumstritten ist. Dies ist im Hinblick auf die Bestimmung der Herkunft des Alevitentums besonders problematisch. Die Eigennamen sind größtenteils in einer eingedeutschten Form wieder gegeben worden.

 

570 Geburt des Propheten Mohammed  in Mekka

 

598 (599) Geburt des Hz (Heiligen) Ali in Mekka (Kaba) 21.März

 

605 (609) Geburt der Ana (Mutter) Fatma in Medina (Tochter des Propheten)

 

622 Flucht des Propheten Mohammed nach Medina.

Dieser Zeitpunkt ist das offiziell anerkannte Datum für die „Gründung“ des Islam und gleichzeitig Beginn der islamischen Zeitrechnung.

 

624 Geburt von Hz Hasan (Sohn von Hz Ali und Ana Fatma)

 

625 Geburt von Hz Hüseyin (Sohn von Hz Ali und Ana Fatma)

 

632 Prophet Mohammed ernennt Hz Ali zu seinem Nachfolger in Gadir Hum

 

632 Tod des Propheten Mohammed in Medina

 

632 Tod von der Heiligen (Ana) Fatma in Necef (Tochter vom Propheten Muhammed und Frau von Hz Ali)

 

656-661 Kalifat Hz Alis:

Hz Ali ist ein Vetter des Propheten und mit dessen Tochter Fatma verheiratet. Nach seiner Ermordung im Jahr 661 vollzieht sich die Spaltung des islamischen Glaubenssystems in ein schiitisches und ein sunnitisches Bekenntnis. Die Aleviten verstehen sich als Anhänger Alis, die die drei so genannten „rechtgeleiteten“ Kalifen vor ihm nicht anerkennen und nur in ihm den rechtmäßigen Nachfolger des Propheten Mohammed sehen.

 

659 Geburt des Imam Zeynel Abidin in Medina (Sohn von Hz Hüseyin)

 

661 Ermordung des Heiligen (Hz) Ali in Necef

 

661 Omaiyaden übernehmen nach dem Tod Hz Alis die Herrschaft und somit auch das Kalifat.

 

670 Ermordung von Hz Hasan in Medina

 

676 (677) Geburt des Imam Muhammed Bakir in Medina (Sohn von Imam Zeynel Abidin)

 

680 Hz Hüseyin der jüngste Sohn Hz Alis und Dritter in der Reihenfolge der zwölf Imame, stirbt bei Kerbela (im heutigen Irak). Dieses Ereignis hat sich wie kaum ein anderes in das alevitische Bewusstsein eingebrannt. Ist hier doch ein Nachfahre Hz Alis und des Propheten zugleich zu Tode gekommen, der gegen die Feinde der Lehre seiner Väter zu Felde gezogen war. Dem Martyrium Hz Hüseyins wird in den alevitischen Cem- Gottesdiensten Rechnung getragen.

 

699 Geburt von Imam Cafer-i Sadik in Medina (Sohn von Muhammed Bakir)

 

713 Ermordung des Imam Zeynel Abidin in Medina

 

733 Ermordung des Imam Muhammed Bakir in Medina

 

745 Geburt von Imam Musa-i Kazim in Medina (Sohn des Imam Cafer-i Sadik)

 

765 Geburt von Imam Ali-Yül Riza  in Medina (Sohn des Imam Musa-i Kazim)

 

765 (766) Ermordung des Imam Cafer-i Sadik in Medina

 

799 Ermordung des Imam Musa-i Kazim in Bagdad

 

811 Geburt von Imam Muhammed Taki in Medina (Sohn des Ali-Yül Riza)

 

818 Ermordung des Imam Ali-Yül Riza in Samarra

 

827 (829) Geburt von Imam Ali-Yül Naki  in Medina (Sohn des Imam Muhammed Taki)

 

835 Ermordung des Imam Muhammed Taki in Bagdad

 

846 Geburt von Imam Hasan-Ül Askeri in Medina(Sohn des Imam Ali-Yül Naki)

 

868 Ermordung des Imam Ali-Yül Naki in Samarra

 

869 Geburt von Imam Muhammed Mehdi in Medina (Sohn des Imam Hasan-Ül Askeri)

 

873 (874) Ermordung des Imam Hasan-Ül Askeri in Samarra

 

922 Der Mystiker Halladschi Mansur wird in Bagdad hingerichtet. Sein Ausspruch „Ene´l Hak“ – zu Deutsch etwa „Ich bin die (absolute) Wahrheit“ wurde ihm zum Verhängnis, da er als „Ich bin Gott“ gedeutet wurde, zählt doch Hakk (Arabisch u. a. „Wahrheit“) zu den zahlreichen Namen Gottes. Was für Mansurs Gegner Grund zur Hinrichtung wegen Blasphemie war, ist für die Aleviten das Resultat eines Prozesses, den der wahre Gläubige durchlaufen muss, um durch eine unio mystica zur „absoluten Wahrheit“ zu gelangen. Somit ist dieser Ausspruch keineswegs anmaßend oder gar gotteslästerlich. Welche Bedeutung die Aleviten Halladschi Mansur und seiner Lehre beimessen, ist daran zu erkennen, dass innerhalb des „Cem“ das so genannte „Dar-i Mansur“ eingerichtet ist – eine, wenn man so will, rechtsprechende Instanz. Hier müssen Gläubige, die sich etwas haben zu Schulden kommen lassen, in gebeugter Haltung Rechenschaft vor versammelter Gemeinde ablegen und eine angemessene Strafe entgegennehmen.

 

1037 Der berühmte Philosoph Avicenna (Ibni Sina, geb.980) stirbt in Hamadan. Avicenna stammte wie Hadschi Bektasch-i Veli aus Chorasan. Er gehörte zu den typischen Vertretern jener islamisch-sufistischen Philosophie, die das klassische griechische Denken im Lichte der späteren hellenistischen Umarbeitung gedeutet hat. Das Denken Avicennas war für die Gefolgsleute des heiligen Augustinus, die im Neuplatonismus die Grundlage für eine neue christliche Philosophie entdeckt hatten, höchst attraktiv. Selbst die großen Philosophen des 13. Jahrhunderts, wie Wilhelm von Auvergne, Bonaventura, Robert Grosseteste und Roger Bacon, die den Augustinismus vertraten, beeinflusste er. Auf seine Idee trifft man sogar bei Philosophen, wie Albertus Magnus, Thomas von Aquin und Johannes Duns Scotus.

 

1071 Der Seldschukische Sultan Alparslan besiegt beim heutigen Mantzikert den byzantinischen Kaiser Diogenes Romanos IV. Dies öffnet die byzantinischen Grenzen für turkmenische Stämme, die nun aus der nordiranischen Provinz Chorasan nach Anatolien strömen und alevitische Gedankengut mitbringen.

 

1209 Geburt von Hadschi Bektasch-i Veli in Nischapur (Chorasan)

 

1240 Revolte des Volkpredigers Baba Ishak in Anatolien. Dieser Aufstand ist – mit einer Reihe weiterer – für das alevitische Selbstverständnis von Bedeutung, da er sich gegen die staatliche Obrigkeit richtet und die politischen und sozialen Missstände anprangert, wurde der alevitische Glaube doch zu keiner Zeit von staatlich autorisierten Stellen anerkannt.

 

1252 Schah Safiyettin (Safi ad-Din) kommt auf die Welt. Er gründete den Ardabil-Derwischorden (Südufer des Kaspischen Meeres), der über Jahrhunderte hinweg großen Einfluss auf die anatolischen Aleviten ausübte.

 

1281 Sari Saltuk wird von Hadschi Bektasch-i Veli beauftragt, das Alevitentum nach Europa zu tragen, worauf dieser dann in den Balkan geht. Heute leben viele Bektaschiten in den Balkenländern.

 

1295 Hadschi Bektasch-i Veli stirbt. Er ist der halblegendäre geistige Führer und Heiliger der Aleviten. In dem nach ihm benannten Orden, in dessen Räumlichkeiten heute ein Museum eingerichtet ist, welches jedoch noch immer als Wallfahrtsstätte fungiert, finden an 16.- 18. August eines jeden Jahres Feierlichkeiten zu seiner Ehren statt.

 

1301 Scheich Safi ad-Din (gest.1334) gründet in Ardabil den nach ihm benannten Safaviden-Orden. Einer seiner Nachfahren, Ismail, soll später das Reich der Safaviden errichten.

 

1307 Barak Baba stirbt

 

1320/21 Yunus Emre, einer der größten türkischen Dichter stirbt. Zentrales Thema seiner Gedichte ist die sufische Philosophie, die auf den Neuplatonismus zurückgeht. Nachdem er  wie er in seinen Gedichten angibt  – „40 Jahre lang“ im Dienst eines Mystikers namens Taptuk Emre gestanden hat, wird er von seinem Dienst entbunden und führt fortan das Leben eines Derwischs. Yunus Emre zählt zu den Sieben Heiligen Dichtern der Aleviten (7 ULU OZAN).

 

1397 Kaygusuz Abdal, ein Anhänger der Bektaschitischen Lehre, zieht nach seinem Dienst bei seinem Meister Abdal Musa nach Ägypten, um dort ein Kloster zu gründen, welches in kurze Zeit zur Heimstätte von Not leidenden und kranken Menschen wird.

 

1398 Tod des Begründers der Hurufi-Lehre Fazlullah Asterabadis. Die Anhänger dieser Lehre sehen in den einzelnen Buchstaben des arabischen Alphabets (huruf ist der Plural des arabischen Wortes harf „Buchstabe“) – und in den menschlichen Gesichtszügen – eine mystische Bedeutung verborgen, die es zu entdecken gilt. Die Ideen Fazlullahs wurden als ketzerisch angesehen und führten zu seiner Hinrichtung. Seine Lehre jedoch hat einen nachhaltigen Eindruck bei einigen türkischen Dichtern hinterlassen. Fazlullah Asterabadi hinterlässt ein berühmtes Werk, die „Cavidanname“.

 

1417 Seyyid Nesimi, enger Vertraute von Fazlullah Hurufi und bekannteste Huruf-Dichter, wird in Aleppo (Syrien) zu Tode geschunden, da seine sufischen ansichten den Regeln der Scharia widersprechen. Seyyid Nesimi trug mit seinen Gedichten, die er in Aserbaidschanisch-Türkisch verfasste, in erheblichemMaße zur Verbreitung des hurufischen Glaubens bei. Er gehört zu den Sieben Heiligen Dichtern bei den Aleviten (7 ULU OZAN).

 

1420 Bewegung des Scheich Bedrettin. Gegen die Unterdrückung durch den offiziellen Staats-Sunnitentum und die Ausbeutung durch die Grundherren finden sich Mitglieder verschiedenster Sufi-Bruderschaften sowie Bauern aus allen Teilen der damaligen Gesellschaft, die im Gebiet der heutigen Provinzstadt Aydin und Umgebung lebten, unter der Führung Scheich Bedreddins, eines ehemaligen orthodoxen Theologen, zusammen und erheben sich gegen die Osmanen. Die pantheistische Beredsamkeit Scheich Bedrettins beseelt die Massen. Börklüce Mustafa und Torlak Kemal, enge Vertraute Bedreddins, schließen sich ihm an. Eine ihrer Hauptforderungen ist die Einführung von Gemeineigentum, um der immer größer werdenden Armut Herr zu werden. Die Aufständischen werden von der vereinten rumelisch-anatolischen Heeresmacht der Osmanen bei Karaburun besiegt. Ihre Anführer werden nacheinander gefangen genommen und schließlich hingerichtet.

 

1428 Balim Sultan wird geboren. Er organisiert durch eine „Erkanname“ (Schrift zu geistlichen Angelegenheiten) das Bektaschitentum neu.

 

1495 Fuzuli, einer der Sieben Heiligen Dichter bei den Aleviten (7ULU OZAN) wird in Hille geboren.

 

1499 Sultan Beyazit II. tritt im Einvernehmen mit Balim Sultan, dem Nachfolger Hadschi Bektasch-i Velis als Ordensvorsteher, zum Bektaschitentum über.

 

1501 Der erst 14-jährige Safavide Schah Ismail wird zum Schah von Persien gekrönt. Schon am Vorabend der Thronbesteigung lässt er das zwölferschiitische Glaubensbekenntnis als Staatsreligion ausrufen. Schah Ismail wird von den Aleviten unter anderem als Dichter verehrt, der unter dem Pseudonym Sah Hatayi in aserbaidschanisch-türkischer Sprache dichtete. Sah Hatayi ist einer der Sieben Heiligen Dichtern der Aleviten (7ULU OZAN).

 

1511 Beginn des Aufstandes von Schah Kulu.

 

1514 Schlacht zwischen Osmanen und Safaviden bei Tschaldiran. Schah Ismail zieht sich geschlagen zurück.

 

1519 Yemini einer der Sieben Heiligen Dichter bei den Aleviten (7 ULU OZAN) schreibt die berühmte „Faziletname“.

 

1527 Hinrichtung von Kalender Tschelebi.

 

1590 Der Dichter Pir Sultan Abdal wird auf Befehl von Hizir Pascha, des damaligen Statthalters von Sivas, hingerichtet. Durch seine Gedichte, die er in der Sprache des (einfachen) Volkes verfasste, genießt Pir Sultan Abdal, der ebenfalls zu den Sieben Heiligen Dichtern (7 ULU OZAN) zählt, heute noch großes Ansehen bei den Aleviten.

 

1772 Dichter Dertli wird geboren.

 

1807 Dichter Seyrani wird geboren.

 

1826 Auflösung des Janitscharen-Korps. Damit fängt geht auch die Bekämpfung der Bektaschi-Geistlichen los.

 

1827 Hamdullah Celebi, Nachfahre Hadschi Bektasch-i Velis und Ordensvorsteher, wird ins Exil nach Amasya verbannt. Anschließend erfolgt die Beförderung des Nakschibendi-Scheichs in das Haus des Pir, des Vorstehers der Bektaschitischen Anhängerschaft.

 

1893 Der alevitische Dichter und Sänger Asik Veysel wird in Sivas geboren. Trotz Erblindung seit seinem 7. Lebensjahr hat Asik Veysel die Liebe zu Gott und Natur hervorragend beschrieben. Er stirbt im Jahr 1973 und hinterlässt zahlreiche Gedichte und Lieder, die in der Türkei Anerkennung breitester Kreise gefunden haben.

 

1919 Atatürk besucht das Haus des Pir Bektasch-i Veli in Haci Bektasch südlich von Ankara.

 

1924 Aufhebung des Kalifats und Einrichtung des Amtes für religiöse Angelegenheiten. Die Aleviten werden von dieser Institution nicht berücksichtigt.

 

1925 Schließung von religiösen Orden und Klöstern. Als Folge setzten die Aktivitäten des Bektaschi-Ordens aus.

 

1928 Der Gebetsruf vom Minarett durch den Muezzin wird auf Türkisch abgehalten.

 

1938 Massaker von Dersim

 

1950 Aufhebung des Verbots, den Gebetsruf auf Arabisch zu halten.

 

1953 Gründung des ersten Bektaschi-Klosters in den USA.

 

1956 Halil Öztoprak veröffentlicht sein Buch mit dem Titel „Der verborgene Sinn des Koran und die Wahrheit in der Geschichte“, das heftige Diskussionen in der Türkei auslöste.

 

1957 Imam Cafer Buyruk wird im türkischen Alphabet gedruckt.

 

1960 Der verfassungsgebende Rat nimmt seine Arbeiten auf, um die Verfassung von 1923 neu zu fassen. Alevitische Studenten stellen die Forderung auf, dass auch die Aleviten durch das „Diyanet-Präsidium für religiöse Angelegenheiten“ vertreten werden.

 

1963 Gründung des Hadschi Bektasch-i Veli Vereins. Im großen Kino von Ankara wird zum ersten Mal ein für alle offener Cem abgehalten.

 

1964 Das Kloster von Hadschi Bektasch-i Veli wird als Museum wiedereröffnet.

 

1967 Gründung der Einheitspartei der Türkei BBP. Diese Partei galt als Partei der Aleviten.

 

1968 Die Einheitspartei entsendet nach den Parlamentwahlen acht Abgeordnete in die Große Türkische Nationalversammlung.

 

1971 Die Einheitspartei beginnt allmählich zu zerbröckeln und wird in der Folgezeit aufgelöst.

 

1976 Ausschreitungen und Massaker gegen die alevitische Bevölkerung in Malatya wo Menschen sterben

 

1978 Ausschreitungen und Massaker gegen die alevitische Bevölkerung in Kahramanmarasch wo Menschen sterben

 

1979 Ausschreitungen und Massaker gegen die alevitische Bevölkerung in Sivas wo Menschen sterben

 

1980 Ausschreitungen und Massaker gegen die alevitische Bevölkerung in Corum wo Menschen sterben

 

1986 Gründung der ersten alevitischen Vereine in Europa.

 

1989 Veröffentlichung einer Deklaration zum Alevitentum „Alevilik Bildirgesi“ in Hamburg.

 

1991 Gründung der „Föderation von alevitischen Gemeinden in Deutschland“.

Umbenennung in „Föderation der Aleviten Gemeinden in Deutschland“ im Jahre 1992.

 

1993 Beim Massaker von Sivas sterben während der Veranstaltung „Pir Sultan Abdal“ am 2. Juli 1993 37 Menschen, überwiegend alevitische Künstler.

 

1993 Gründung der AAGB Bund der Alevitischen Jugendlichen in Europa

 

1995 Ausschreitungen gegen die alevitische Bevölkerung im Istanbuler Vorort Gaziosmanpascha wo Menschen sterben

 

1999 Offizielle Gründung mit Satzung und Eintragung der AAGB Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. beim Amtsgericht Köln

 

1999 Gründung der „Alevitisch-Bektaschitischen Repräsentantenversammlung“ in Ankara.

 

2000 Alevitisches Festival „Epos des Jahrtausends – Bin Yilin Türküsü“ mit 17.000 Besuchern, am 13. Mai 2000, Köln.

 

2002 Erstes bundesweit organsiertes alevitisches Jugendfestival in Böblingen „Tanz der Kulturen“ mit 5500 Besuchern, am 09.März 2002

 

2002 Der alevitische Dichter und Musiker Mahzuni Serif stirbt am 17. Mai in Köln und wird in Hadschi Bektasch (Türkei) beigesetzt. Er hinterlässt hunderte von Gedichten und Liedern.

 

2002 Gründung der „Alevitischen Union Europa“, des Dachverbands der Alevitischen Föderationen in Europa am 18.Juni 2002.

 

2002 An Berliner Schulen wird ab August zum ersten Mal in der Geschichte alevitischer Religionsunterricht erteilt.

Das alevitische Festival „Epos des Jahrtausends“ wird in der Türkei, Istanbul, 5. Oktober 2002, aufgeführt.

Die „Föderation der Aleviten Gemeinden in Deutschland e.V.“ wird umbenannt in „Alevitische Gemeinde Deutschland e.V.“.

 

2003 „AAGK Avrupa Alevi Genclik Kommission“  Kommission der Alevitischen Jugendlichen in Europa wird in Rorschach ( Schweiz ) gegründet am 07.-09 Februar 2003 von den Ländern Dänemark, Frankreich, Österreich, Schweiz und Deutschland

 

2005 Zweites bundesweit organisiertes alevitisches Jugendfestival in Essen „Tanz der Kulturen“ mit 3500 Besuchern, am 12.März 2005

 

2006 Der berühmte alevitische Musiker Ali Ekber Cicek stirbt am 26. April 2006 in Istanbul